EMMA UND DIE TITANIC – 2019

Christoph Schwager

Schälismühle Oberbuchsiten

Anzahl Vorstellungen: 13
Premiere: 23.08.2019

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Informationen zu der Produktion

Die Geschichte der Titanic wurde mehrmals verfilmt und unzählige Male in bekannten und unbekannten Theaterstücken auf die Bühne gebracht. Nicht zu vergessen die vielen Musicals, welche zum Thema produziert wurden. Und nun kommen die Gäuer Spielleute auch noch mit dieser Thematik? Ich verstehe diese Frage, nicht zuletzt weil ich sie mir auch gestellt habe, als die Stückauswahlgruppe dem Vorstand die Geschichte der Titanic für die Produktion 2019 vorgeschlagen hat. Meine Meinung änderte ich erst, als ich bei der Recherchearbeit auf zwei spannende Geschichten gestossen bin. Zuerst auf die Biographie der Aarwangerin Emma Sägesser, die als Gouvernante der Pariser Sängerin Léontine Pauline Aubart, als Künstlerin schlicht „Ninette“ genannt, auf der Titanic reiste. Emma war eine einfache Frau, die dank Ninette, bzw. ihres Geliebten Benjamin Guggenheim, die Überfahrt nach Amerika in der ersten Klasse machen konnte. Die zweite interessante Geschichte, die ich entdeckte, gehört zur Aktualität. Der australische Milliardär Clive Palmer wollte bereits 2012, zum 100jährigen Jubiläum der Titanic, eine Kopie dieses Schiffes bauen und in See stechen lassen. Seine Idee war, und ist es, die Fahrgäste mit den Kleidern von damals einzukleiden. Er musste sein Vorhaben indes schon ein paar Mal verschieben. Aktuell hat er verkündet, dass die Titanic II ihre Jungfernfahrt im Jahre 2022 machen werde. Diese beiden Geschichten bilden den Kern von „Emma und die Titanic“. Im Gegensatz zu den meisten Filmen und Bühnenstücken steht nicht der Untergang des Riesendampfers im Zentrum. Beim Schreiben interessierten mich vor allem die Schweizerinnen und Schweizer, welche 1912 ein Fahrticket gelöst hatten. Weshalb reisten sie aus und was erwarteten sie von dieser Überfahrt? Die meisten Personen, welche im Stück gezeigt werden, sind historisch bezeugt.

Nebst den Beweggründen der Menschen steht ein grosses Thema im Stück zur Debatte, das aktueller nicht sein könnte: Der Mensch und seine Beziehung zur Technik oder sogar seine Abhängigkeit von ihr. Ist das Leben mach- und kontrollierbar? Sollen, können oder müssen wir der Technik vertrauen? Haben wir heute überhaupt noch eine Wahl? Natürlich war das Bühnenbild eine grosse Herausforderung bei der neusten Produktion der Gäuer Spielleute. Wie schaffen wir es diesen Dampfer darzustellen, damit Sie, als Theaterbesuchende, das Gefühl bekommen selber mitzureisen. Es freut mich besonders, dass es uns gelungen ist, für die Rolle der Sängerin Ninette eine professionelle Musicaldarstellerin zu verpflichten. Die Walliserin Michaela Gurten wohnt seit Jahren in Olten und hat in verschiedenen Musicals Hauptrollen gespielt. Liebe Gäste, zusammen mit dem Schauspielteam, hoffe ich, dass Sie es nicht bereuen werden das Fahrticket gelöst zu haben. Etwas kann ich Ihnen aber bereits vor dem Stück garantieren, das bei der „Titanic“ nicht selbstverständlich ist: Sie werden, unabhängig in welcher Klasse Sie reisen, wohlbehütet in New York ankommen!

Im Namen des Schauspielteams
Christoph Schwager
Autor und Regisseur